Stellungnahme der GEV zum Schreiben der Schulleitung der Kolibri-Grundschule zur Bewältigung von Herausforderungen in Vorbereitung des Schuljahres 2018/2019

In unserem Beitrag vom 09. Febraur 2018 haben wir das Schreiben der Schulleitung der Kolibri-Grundschule veröffentlicht. In diesem Beitrag meldet sich die GEV der Schule mit einem Statement, aktuellen Informationen und weiteren Forderungen zu Wort.

Inhaltlich stimmt die GEV dem genannten Schreiben zu. Es gibt weitere Punkte, die im Zusammenhang aus der Sicht der Eltern genannt werden müssen. Die GEV pflegt zur Schulleitung und zur ergänzenden Förderung und Betreuung (eFöB, früher Hort) eine sehr gute Arbeitsatmosphäre.

Die gesamte Arbeit der GEV in der beschriebenen Situation ist ausgerichtet:

  1. auf einer entsprechend dem Berliner Schulgesetz geforderte Grundschulausbildung aller Kinder sowohl der Kinder mit „normalen“ Voraussetzungen als auch und vor allem der Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf,
  2. auf gute (angemessene) Arbeitsbedingungen für das Kollegium, die Erzieher und Erzieherinnen zur Sicherung der schulischen und außerschulischen Aktivitäten, insbesondere der Förderung begabter Kinder und der Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf in der eFöB,
  3. auf die Einhaltung eines normalen hygienischen Standards, unter Berücksichtigung das in dem Hauptgebäude der Schule 400 Kinder im Alter von 6-8 Jahren am schulischen und Hort-Leben teilnehmen,
  4. auf die Sicherheit der Kinder im Falle einer Evakuierung, der Einhaltung der Brandschutzauflagen während des Schulbetriebes und einer „wirklichen“ Evakuierung aller Kinder in einer Ausnahmesituation.

Die von der Schulleiterin Frau Irmler dargestellte Situation (Erreichung der absoluten Kapazitätsgrenze schon 2017/18), zeugt von einer unverantwortlichen Herangehensweise verschiedener Ämter. In der GEV entsteht der Eindruck, das jahrelange Versäumnisse stets und ständig auf den Schultern der Schulen im Bezirk abgeladen werden. Die sogenannte „EIGENSTÄNDIGKEIT“ der Schule wird völlig ignoriert, nein außer Kraft gesetzt. Schulleiter werden zu Befehlsempfängern degradiert, der nur den Vollzug zu melden hat. Eine vernünftige, sachliche Auseinandersetzung, auch zur Findung von Kompromissen wird nicht mehr geführt. Es wird an den Interessen der Kinder, der Schule, dem Kollegium und der Erzieher vorbei administriert.

Neben dem Thema der absoluten Übernachfrage und des Kapazitätsnotstandes der Kolibri-Grundschule stehen für diese Schule in diesem und im nächsten Schuljahr zwei große Bauvorhaben im Mittelpunkt der Organisation:

  1. Die Sanierung des Schulhofes: Diese Investition in Höhe von rund 800.000€ bedeutet für die Schule, neben der absoluten Notwendigkeit, gemischt mit einer riesigen Vorfreude, einen hohen Aufwand an Organisation und eine extreme Beschränkung für die Kinder in den Pausen, in der eFöB und in der Ferienbetreuung. Alternativen, den Kindern ein Mindestmaß an Spiel- und Tobe-Möglichkeiten zu bieten, sind der GEV derzeitig nicht bekannt. Das diese Bauarbeiten mit einer hohen Lärm- und Staubbelästigung einhergehen, ist uns klar und wir werden dahingehend arbeiten, bei den Eltern und Kindern das Verständnis dafür aufzubauen. Die Sanierung wird sich auf ca. ein Jahr hinziehen.
  2. Der Umbau der Mensa: Die derzeitigen Verhältnisse sind ausführlich durch Frau Irmler erläutert worden. Nach Auskunft der Verantwortlichen wird derzeitig verstärkt an Alternativen gearbeitet, die Schulessenversorgung zu sichern. Der genaue Stand ist uns derzeitig nicht bekannt. In diesem Zusammenhang bittet die GEV darum unbedingt die Finanzierung zum Umbau der Mensa zu sichern. Die Vorschläge des zuständigen Bezirksstadtrates Herrn Lemm, zur Finanzierung, finden unsere unbedingte Zustimmung.

Beide Maßnahmen werden im vollen Schul- oder Ferienbetrieb realisiert.

Die GEV fordert in diesem Zusammenhang:

  1. die Sicherung der geplanten Investitionsvorhaben,
  2. eine konkrete Abstimmung über die Baumaßnahmen, Einschränkungen und Alternativen mit der Schulleitung, der eFöB und der GEV (Beginn, Ende, Abschnitte),
  3. eine Prüfung, ob die Brandschutzbestimmungen den Erfordernissen einer so großen Schule standhalten,
  4. eine Prüfung ob die hygienischen Standards der sanitären Anlagen, insbesondere der Toiletten, der Nutzung von mehr als 750 Kindern und 80 Lehrkräften genügen.

Berlin im Februar 2018
gez. Harald Lolischkies