In der Online-BEA-Sitzung am 07.12.2020 erhielten wir Mitglieder des Bezirkselternausschusses einen Einblick in die sogenannten Alternativszenarien und verschiedenen Möglichkeiten der Onlinezuteilung von Aufgaben an unsere Kids. Dazu bekamen wir verschiedene Darstellungen von den Referenten*innen Frau Zeidler (Lehrerin der Fuchsberg-Grundschule), Herrn Lilie (Konrektor der Kerschensteiner-Schule) und Frau Braun (Außenstelle der SenBJF/Schulaufsicht) in Vertretung für Herrn Spieler (Schulleiter des Melanchthon-Gymnasiums).

Gestartet sind wir in diese Vorstellung mit einer kleinen Auswertung einer Umfrage zu den Konzepten der Schulen in unserem Bezirk, wobei die Teilnahme an der Umfrage sehr rege war. Von 47 Schulen nahmen 30 Elternvertreter*innen teil. Von diesen sind 53,33 % über das ausgearbeitete Alternativszenario ihrer Schulen informiert worden. In 45,45 % der Schulen liegen die technischen Voraussetzungen für den Onlineunterricht vor, in 18,18 % ist dies den Elternvertretern jedoch nicht bekannt.

Umfrage

Die komplette Auswertung der Umfrage hier zum Herunterladen.

Die Alternativszenarien der drei vorgestellten Schulen reichen von täglichem Wechseln bis zu wöchentlichem Wechseln (A/B - Woche).

Die Fuchsberg-Grundschule stellte ihr Alternativszenario im wöchentlichen Wechsel vor. Dabei kommt die Hälfte der Klasse in der einen Woche von der 1. bis zur 3. Stunde und in der anderen Woche von der 4. bis zur 6. Stunde. Die andere Hälfte der Klasse genau entgegengesetzt. Die andere Zeit findet Hortbetreuung mit Aufgabenstellungen im Selbststudium mit Unterstützung der Erzieher*innen statt; die Teilungsräume werden dann genutzt. Die Aufgabenverteilung erfolgt über die „Lernräume“ auf der Internetseite der Fuchsberg-Grundschule, so dass Schüler*innen und Eltern dort auf das Lernmaterial ihrer Klasse zugreifen können. Dabei ist auch ein Videochat mit den Lehrkräften ohne schwieriges Anmeldeprozedere durch einen einfachen Klick möglich. Ein Probelauf des Bildungsportals, das die Schule zusammen mit „Schlaufuchs“ entwickelte, wurde in den lockdownfreien Oktoberferien vorgenommen, so dass die Fuchsberg-Kids ohne Druck das Suchen und Herunterladen, aber auch das Hochladen der Aufgaben ausprobieren konnten.

Die Kerschensteiner-Schule teilt im Alternativszenario ihre Klassen ebenfalls in zwei Teile, so dass eine Klassenstärke von 12/13 Schüler*innen entsteht. Diese wechseln zwischen Präsenzunterricht und Aufgabenerledigung zu Hause täglich. So ist die eine Hälfte der Klassen in der Woche am Montag, Mittwoch und Freitag anwesend und in der nächsten Woche Dienstag und Donnerstag, die andere Hälfte der Klassen dann an den entgegengesetzten Tagen. Die Aufgaben für das Lernen zu Hause können passwortgeschützt digital auf einer Website abgeholt werden. Eine Abfrage über die digitalen Möglichkeiten ergab, dass fast jedes Kind zumindest über ein eigenes Smartphone oder Internetzugang über die Eltern verfügt, das Drucken der Arbeitsblätter aber Probleme darstellen könnte. Außerdem sieht man aber jeden 2. Tag die Schüler in der Schule und kann so ggf. Arbeitsblätter an die Schüler austeilen. Der zweitägige Kontakt wird auch mental für die Schüler*innen für wichtig erachtet, damit niemand verloren geht.

Wie das Melanchthon-Gymnasium zu berichten weiß, gestaltet sich das Onlinearbeiten mit „großen“ Schüler*innen einfacher. Hier hat fast jeder selbst ein Smartphone und/oder besitzt Internetzugang. Das Alternativszenario erfolgt hier in A- und B-Wochen, also eine Woche Präsenz und die andere Woche im Selbststudium zu Hause. Dabei werden die Aufgaben digital zur Verfügung gestellt. Ein Anmelden hierzu ist mit Passwort und ohne Klarnamen möglich. Außerdem gibt es für die gestellten Aufgaben Zeitvorgaben zur Erledigung mit Rückmeldungen der Aufgaben als Kontrollmöglichkeit über das Portal. Den Schülern wird außerdem ein Handbuch zur Verfügung gestellt, um das Arbeiten sicherzustellen. Fragen können dann im Videochat an die Lehrkräfte gestellt werden.
Nach den Vorstellungen der Alternativszenarien an diesen drei Schulen gab es verschiedene Rückmeldungen der Eltern unserer Schulen, die diese Arbeitsweisen in der Vorplanung bestätigen.

Im Anschluss an diesen interessanten Einblick der Möglichkeiten für Schulen, äußerte sich Frau Braun zum Stand in der Außenstelle der Schulaufsicht der SenBJF. Das Infektionsgeschehen an den Schulen in unserem Bezirk geht leicht zurück. Bei den Lehrkräften stagnieren die Infektionszahlen. Im Bezirk stehen nur die Rudolf-Virchow-Oberschule und das Kolleg auf Orange. Alle anderen Schulen befinden sich in der Stufe Gelb. Eine Schule ist aktuell wegen eines Totalausfalles des Lehrerkollegiums durch einen Positivfall komplett geschlossen, wird aber zum 10.12.2020 wieder geöffnet.

Die Schulen sind angehalten eine erste Bestätigung der Quarantäne für Arbeitsgeber auszuhändigen. Dieses muss dann aber noch durch das offizielle Schreiben des Gesundheitsamtes beim Arbeitsgeber ersetzt werden. Es dient lediglich der ersten Kenntnisgabe, da das Gesundheitsamt einige Zeit für das offizielle Schreiben benötigt.

Außerdem wurden in der Außenstelle der Schulaufsicht der SenBJF diese Woche die Einstellungsverfahren für Erzieher*innen und Lehrkräfte abgeschlossen. Wahrscheinlich werden nicht alle 109 freien Stellen besetzt, man ist aber dran und bemüht.

In Bezug auf das Lüften verweist Norman Heise (Vorsitzender des BEA) darauf, dass nur Stoßlüften und nicht Dauerlüften gegen SARS CoViD19 hilfreich ist. Dabei sollte jeder beachten, dass die Fußbodenheizungen in den neuen MEBs mit der Fensteröffnung gekoppelt sind und sich beim Öffnen dieser ausschalten.

Nach einem kurzen Einblick in die weiterführenden Gremiensitzungen, war diese sehr interessante und Einblick gebende Sitzung vorbei. Die nächste Sitzung ist für den 18. Januar 2021 festgelegt. Wir werden berichten.